November2020: Aktion von Giesingdenk(t)mal

Kranzrückgabe mit Begleitschreiben.

Dandl, Kastner, Stöger, Berndl vor dem OB-Büro. Der OB war nicht da.

Foto: Peter Brüning

 

PRESSEINFORMATION
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie bereits in unserer Aussendung vom 11. November angekündigt, hat eine Delegation der "Initiative Giesingden(t)mal" am Freitag, dem 13. November, vormittags um 11 Uhr, den Kranz, den die Landeshauptstadt München zu Allerheiligen (sic!) am Giesinger Kriegerdenkmal niederlegen hat lassen, im Rathaus am Vorzimmer des Oberbürgermeisters abgegeben und damit zurück zum Absender gebracht.
Wir wollen mit dieser Aktion darlegen, dass wir es für eine Fehler halten, wenn sich die Stadt München mit einer Kranzniederlegung an der Heroisierung der Soldaten des Ersten Weltkriegs beteiligt. Zwar waren diese Soldaten auch Opfer, aber in erster Linie waren sie, wenn sie taten, wofür sie ausgebildet wurden, Täter in einem von den militärischen, wirtschaftlichen und politischen Spitzen des Deutschen Kaiserreichs nicht alleine, aber hauptsächlich zu verantwortenden Angriffskrieg. Statt die Denkmäler der Mitwirkenden in diesem menschen- und völkerrechtswidrigen Völkermorden mit Kränzen zu schmücken, sollten wir uns in heutiger Zeit besser derer erinnern, die sich damals von Anfang an der weit verbreiteten Kriegsbegeisterung entzogen haben. Dies waren, zugegeben, wenige und zumeist Frauen, die der nationalistisch-militaristischen Psychose widerstanden. Erinnert sei hier vor allem an Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, aber auch an die leider völlig vergessenen Lucie Hoesch-Ernst, Margarethe Lenore Selenka und Marie Zehetmaier. Sie haben sich mit all ihren Mitteln gegen Krieg und für Völkerverständigung eingesetzt, sie haben den mörderischen Tod auf den Schlachtfeldern beim Namen genannt und die Propaganda vom Heldentod fürs Vaterland als Lüge entlarvt. Sie verdienen es, dass man ihre Namen und Taten mit einem Denkmal ehrt und ihnen Kränze flicht.

Mit besten Grüßen für die
Initiative Giesing Denk(t)mal

Dr. Herbert Dandl
AK Geschichte des Vereins Freunde Giesings
Gietlstraße 3, 81541 München
giesing.denktmal@wohlmann-d.de

 

Mittlerweile erhalten wir von der LH  München sehr positive Signale. Wir werden sehen, welche Aktionen noch nötig sind, um dieses Denkmal zeitgemäß zu gestalten. (Anmerkung von HP).


Kriegerdenkmal Dachauerstraße, München

Offener Brief an die Verteidigungsministerin November 2020

 

HP Berndl     Wolfram P. Kastner    Roland Krack

München, 17. November 2020

2020 FRIEDENSZEICHEN statt Kriegsverherrlichung

Sehr geehrte Frau Ministerin, sehr geehrte Damen und Herren,

in München-Neuhausen steht auf dem Bundeswehrgelände an der Dachauer Straße/Ecke HedwigDransfeld-Allee ein den Soldaten der bayerischen Eisenbahntruppe gewidmetes Kriegerdenkmal. Es wurde 1922 errichtet und 1945 zerstört. Die Bundeswehr baute es 1962 wieder in neuer Form auf. Geblieben ist aber der befremdliche Satz SIE STARBEN FÜR DEUTSCHLANDS RUHM UND EHRE. Seit das Gelände vor Jahren öffentlich zugänglich gemacht wurde, erregt das militaristische Denkmal Unmut bei der Bevölkerung. Denkt man an die Soldaten, die in dem grauenhaften Gemetzel des Krieges 1914-18 starben, steht man der in großen Lettern sichtbaren Aussage bloß mit Unverständnis gegenüber. Das dahinter stehende Denken kann aus heutiger, aufgeklärter Sicht nur als überkommen und schlechthin geschichtsfälschend angesehen werden. Proteste Münchner Bürger und deren Bitten an die Bundeswehr die Inschrift zu ändern, blieben ohne Resonanz. Eine friedsame Ergänzung war 2015 vom zuständigen Bundesministerium mit der Begründung abgelehnt worden, es handele sich um ein "Sachzeugnis" das "unverändert erhalten" bleiben müsse. 2016 gab die Bundeswehr nach einigen Aktionen aus der Stadtgesellschaft bekannt, eine „erklärende Informationstafel … zur historischen Einordnung“ anbringen zu wollen. Doch bis heute muss man die „Errichtung der Informationstafel“ als noch nicht „finalisiert“ ansehen. Am vergangenen Sonntag, dem „Volkstrauertag“, am 15. November 2020 haben wir das Kriegerdenkmal in ein FRIEDENSZEICHEN verwandelt. Durch ein Gewebebanner wurde der geschichtsfälschende Satz SIE STARBEN FÜR DEUTSCHLANDS RUHM UND EHRE verdeckt. Da die offiziellen Stellen heuer erstmals darauf verzichteten, die Wand mit Kränzen zu dekorieren, hoffen wir, dass darin ein Umdenken zu erkennen ist. Die Inschrift darf nicht länger als unantastbar betrachtet werden. Sie darf nicht unveränderlich sein – vielmehr muss sie verändert werden, weil das Denken heute anderen Wertevorstellungen folgt. Bitte gestalten sie das Kriegerdenkmal durch entsprechende Maßnahmen zu einem dauerhaften Friedenszeichen um. Roland Krack – Am Eschbichl 25 81929 München Frau Annegret Kramp-Karrenbauer Bundesministerin der Verteidigung Postfach 1328 53003 Bonn Schade, dass unser Transparent nur zwei Tage am besagten Objekt zu sehen war. Wir fordern von Ihnen Aufklärung über sein Verschwinden und seinen Verbleib. Falls die Bundeswehr vor Ort etwas damit zu tun hat, fordern wir das Transparent samt Halterungen umgehend und unbeschädigt zurück.

Mit friedlichen Grüßen

HP Berndl    Wolfram P. Kastner    Roland Krack

 

Anmerkung von HP: Im Vorfeld fand bereits wieder eine Korrespondenz mit dem Ministerium statt.

HP Berndl, Wolfram Kastner und Roland Krack am verhüllten Kriegerdenkmal am 15.11.2020 (Volkstrauertag). Foto: Peter Brüning.

Kleine Chronik unter: BERNDL ART plus


Kunstspitz-Eröffnung , 8. September 2018; Foto: Alex Förster
Kunstspitz-Eröffnung , 8. September 2018; Foto: Alex Förster

Pressemitteilung

München, 17.06.2019

 

Kunstfrevel am Giesinger Grünspitz

 

Künstler protestieren und zeigen Green City an

 

Seit Sommer 2017 stand auf dem Giesinger Grünspitz die Kunstinstallation 'Mein Freund der Baum'. Es ist ein Mensch-Natur-Nachdenkmal des Münchener Künstlers Ernst Ludwig Sommer. Dabei handelt es sich um vier mittelgroße Stammviertel einer Douglas-Tanne, gruppiert um eine wuchtige Scheibe derselben. Liebevoll umrahmt von vier gepflegten Blumenbeeten und vier geschichteten kniehohen Ziegeltürmchen an jeder Ecke.

 

Am 13. Mai wurde 'Mein Freund der Baum' abgerissen, im Auftrag von Green City e.V. Seitliche Kunst-Tafeln mit verschiedenen Motiven wurden erheblich beschädigt. 'Mein Freund der Baum' ist urheberrechtlich geschütztes Eigentum von Ernst Ludwig Sommer. Die umgebenden Kunstobjekte gehören den ebenfalls lokal ansässigen Künstlern Wolfram P. Kastner, Markus Müller (WON ABC), HP Berndl und Alexander Förster.

 

Die Zerstörung geschah nachweislich und hauptsächlich am 13. Mai, wie ein Anwohner den betroffenen Künstlern mitteilte. Seitdem fehlen neben der Hauptinstallation 'Mein Freund der Baum', ein Kurt-Eisner-Porträt (Kastner), ein bereits vorher zerstörtes Kunststoff-Küken in Polizeiuniform (WON ABC), diverse Glasmalereien von Alexander Förster, ein Druck auf Leinwand und eine laminierte Handzeichnung von HP Berndl.

 

Im Vorfeld gab es Schriftverkehr mit Green City e.V. mit der Bitte um Dialog und einer für alle Seiten annehmbare Lösung. Darauf wurde nicht eingegangen. Stattdessen wurden ultimative Kündigungen mit kurzen Fristen per Brief an Ernst L. Sommer versandt, der teilweise im Krankenhaus oder außerhalb Münchens war. Die anderen Künstler wurden schlichtweg ignoriert, obwohl sie sich Green City vorgestellt hatten. Aus den Schreiben von Green City ging nicht hervor, dass auch deren Kunstobjekte weg sollten. Sie wurden definitiv nicht aufgefordert, ihre Werke zu entfernen. Sie sind ebenso wie Ernst Sommer entsprechend konsterniert und sprachlos über diesen Kunst zerstörenden Aktionismus.

 

Green City bestreitet zwar, mit den Zerstörungen der Kunsttafeln und dem Verschwinden des Polizeikükens zu tun zu haben. Es mutet jedoch seltsam an, dass dies am gleichen Tag geschah wie der Abriss. Ein direkter Nachbar hat die Zerstörungen fotografisch dokumentiert. Mittlerweile fehlen die Tafeln ganz.

 

Die betroffenen Künstler haben gemeinschaftlich Strafanzeige gegen Green City und gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung und Diebstahl gestellt. Darauf hatten sie bisher verzichtet, obwohl schon vorher wichtige Bestandteile des Gesamt-Ensembles seit Ende 2018 verschwanden. Darunter ein von Kastner und Berndl gemeinschaftlich erstelltes und drei Meter langes Kunst-Transparent. Dieses war mit mehreren Kabelbindern am Zaun befestigt und gehörte zu Kastners Kurt-Eisner-Installation. Müllers Installation von vier flachen Kunststoff-Küken zusammen mit einer einen mal einsfünfzig Meter messenden Plastik-Breze wurden bereits im September 2018 vom Zaun gerissen und beschädigt in der Kunst-Ecke entsorgt. Vermutlich im März wurde HP Berndls Installation 'Keiner liebt mich?' vom Zaun entfernt (ein mit Efeu umranktes hochgestelltes verlassenes Fahrrad mit verbogenen Reifen und ohne Sattel).

 

Mittlerweile stehen in der einstigen Kunst-Ecke zwei große türkisfarbene Sitz-/Liegequader. Handelt es sich hierbei um Konzeptkunst, die niemand versteht?

 

 

Hans-Peter Berndl - Kontakt: 0171-788 2475; berndl-art@posteo.de

Der sogennnte 'Kunstspitz' seit Juni 2019. Foto by HP


Kunstspitz am 8. September 2018; Foto: Alex Förster
Kunstspitz am 8. September 2018; Foto: Alex Förster

12. März 2019

Offener Brief an Green City

 

An den Vorstand von

Green City e.V.

Lindwurmstraße 88
80337 München

 

 

Absender: Die Kunst-Spitz-Buam vom Giesinger Grünspitz

 

Räumung des Kunstareals am Grünspitz

 

 

Sehr geehrter Vorstand von Green City e.V.,

 

mit Schreiben vom 15.02.2019 fordert ihre Vertreterin Frau Nitsch den Künstler Ernst Sommer auf, die von ihm initiierten und zum Teil seit 2016 installierten Kunstobjekte auf dem Grünspitz zu räumen.

 

In erster Linie ist damit Sommers Installation 'Mein Freund der Baum' betroffen. Zweitens auch die Kunstobjekte der Gastkünstler Wolfram P. Kastner, WON ABC, Alexander Förster und HP Berndl.

 

Als Grund für die Räumung nennen Sie in Ihrem o.g. Schreiben, dass ein neuer Träger den gesamten Grünspitz übernimmt und ein Gremium in Zukunft darüber entscheidet welche Kunst am Grünspitz stattfinden soll.

 

Bitte beantworten Sie uns doch folgende Fragen, die bei einem Treffen im Stadtteilladen Giesing am Montag, den 11.03.19 nicht geklärt wurden:

 

  1. Wer ist denn der neue Träger bzw. Pächter des städtischen Areals Giesinger Grünspitz? Und ab wann?

  2. Wer bildet konkret das Gremium für das Grünspitz-Programm (Ansprechpartner)? Welche Leute entscheiden über die Neugestaltung und ferner über die Qualität und Auswahl von Kunstobjekten? Was qualifiziert sie dazu?

  3. Wer kommuniziert und koordiniert die Programmvorschläge und Kunstkonzepte? Jetzt und in Zukunft.

  4. Wären Sie bereit, uns solange einen Aufschub zu gewähren bis ein neues Kunstkonzept vorliegt und mit uns rechtzeitig, offen und fair zu kommunizieren?

     

Dass es wechselnde Ausstellungen und Aktionen in der Kunstecke (Kunstspitz) geben soll, haben wir bereits in unserem Konzept von 2018 dargelegt. Es wurde Ihrer Vertreterin Frau Nitsch und dem Stadteilladen im September 2018 ausgehändigt. Außerdem hängt es am Kunstspitz mit Kontaktdaten öffentlich aus. Bis dato hat sich allerdings von Künstlerseite noch niemand bei uns bzw. Herrn Sommer gemeldet.

 

Daneben gibt es mündliche Absprachen mit Frau Nitsch (Green City), dem Stadtteilladen sowie Vertretern des Kulturreferats. Der 'Kunstspitz' soll ausdrücklich verschiedenen Künstler*innen offenstehen. Eine zu klärende Frage wäre, was (gerade für die Zeit einer Vakanz) vorübergehend oder dauerhaft bleiben kann.

 

Die angebrachten Holzplatten sind leicht auf- und abzubauen. Anders verhält es sich mit der Grundskulptur 'Mein Freund der Baum' von Ernst Sommer. Wir sind der Ansicht, dass mindestens die Grundskulptur in Holz erhalten bleiben soll. Eine Überarbeitung und die Integration von Neuem ist unsere Absicht. Dafür stehen wir zum Dialog bereit.

 

Der Raum, den wir bisher in Anspruch genommen haben, ist sehr überschaubar. Wir erheben keinen Anspruch auf eine Dauer­ausstellung unserer derzeit auf dem Kunstspitz befindlichen Exponate. Allerdings möchten wir für die Installation 'Mein Freund der Baum' zu einer einvernehmlichen Lösung kommen.

 

Unsere Absicht ist es, eine Einigung zu erzielen, die den Raum lässt für eine gute Kooperation der Akteure – im Sinne eines einladenden, offenen und kreativen Grünspitzkonzepts.

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Ihre Kunst-Spitz-Buam HP Berndl und Alexander Förster (stellvertretend auch für Ernst Sommer, Wolfram P. Kastner, Markus Müller aka WON ABC)

 

 

Kontakt: HP Berndl, 0171-788 2475, berndl-art@posteo.de


19.10.2018

Was lange währt ...

                                                       ... wird endlich gut:

Nach unseren Kunstaktionen an dem Kriegerdenkmal

SIE STARBEN FÜR DEUTSCHLANDS RUHM UND EHRE 

ist nun das Bundesministerium für Verteidigung endlich bereit,

unserem Vorschlag zu folgen und

eine ergänzende Informationstafel anzubringen.

 

Zunächst wurde eine Anzeige gegen uns erstattet

wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe

und wir wurden verurteilt (u.a. wegen „beschimpfenden Unfug“).

 

Gegen diese Urteile habe ich Widerspruch eingelegt

und wir warten auf einen Freispruch in der nächsten Instanz.

 

Folgenden Brief schrieben wir heute an die Ministerin:

 


München, 23.05.2018

Pressemitteilung 

 

KUNST:GEFAHR?

 

Sonderausstellung in der Rathausgalerie/Kunsthalle München, Marienplatz 8

 

Wolfram P. Kastner und HP Berndl

 

26. - 30. Juni 2018

 

Pressevorbesichtigung: 25.06.2018 ab 14 Uhr

Eröffnung: 26.Juni 2018 um 19 Uhr

Öffnungszeiten: 26. - 30. Juni jeweils 11-17 Uhr

 

Veranstaltungen:

 

27. Juni um 19 Uhr: Kann Kunst gefährlich sein?

Eine Einführung von Wolfram P. Kastner und HP Berndl mit corpora delicti für

"beschimpfender Unfug", "Belästigung der Allgemeinheit", "Pietätsverletzung" etc.

 

28. Juni um 19 Uhr: München - (k)ein Ort für Kunst?

Kunstgespräch mit RA Jürgen Arnold, monokultur, Wolfger Pöhlmann, Monika Renner, Georg Seeßlen, Wolfram P. Kastner, HP Berndl.

Moderation: Juana Ortmann (BR)

 

Ist in München nur harmlose Genießer- oder Kommerz-Kunst geduldet?

Ist München kein Ort für unbotmäßige Kunst? Wo bleibt hier die Liberalitas Bavariae? Wo die Freiheit der Kunst? Wie wird hier Kunst für den öffentlichen Raum ausgeschrieben und verhandelt?

 

Die immer gern zitierte und verfassungsmäßig garantierte Freiheit der Kunst will vollzogen sein. Anderseits findet sie nicht statt. Zumindest nicht im positiv kontroversen Sinne der Aufklärung. Und wenn sich dann die Staatsmacht in Gestalt der Justiz herausgefordert sieht, dann wird es spannend.

 

Wenn Künstler wie Wolfram P. Kastner und HP Berndl wegen vergleichsweise harmloser Kunstaktionen mit Unterlassungsklagen, Betretungsverboten öffentlicher Plätze, polizeilichen Platzverweisen und Strafbefehlen belegt und mit richterlichen Urteilen belangt werden, wieviel Freiheit der Kunst ist dann noch gewahrt? Endet in München oder Bayern der Vollzug der Kunstfreiheit im Strafvollzug? Besonders dann, wenn sie am Lack der Gesellschaft kratzt und etwas sichtbar macht, was man eigentlich eher nicht sehen möchte? Solche Kunst wird ohnehin vom Kunstmarkt boykottiert und von den Feuilletons ignoriert.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit, befand Karl Valentin. Sie ist oft schön, aber nicht immer. Und das muss sie auch nicht sein. Aber ist die Kunst von Kastner und Berndl mitunter so gefährlich, dass sie verboten, polizeilich behindert, mit Geldbußen, Straf- und Zivilprozessen und von privat sogar mit Morddrohungen bedacht werden muss?

 

Museen und Kunsthallen tun sich schwer mit solch sperriger und inkriminierter Kunst. Ebenso die RathausGalerie/Kunsthalle der Landeshauptstadt München. Da heißt es dann schon mal: Solche Kunst sei 'nicht darstellbar' und sie auszustellen sei 'eine gewissermaßen populär-rezeptionsgeschichtliche Präsentation' - aber keine Kunstausstellung.

 

Nun hat man Kastner und Berndl doch fünf Tage gewährt, ihre inkriminierte und teils juristisch verfolgte Aktionskunst 'performativ' in der Rathausgalerie darzustellen. Sie werden dort also performativ, informativ und künstlerisch produktiv zu sein. Im Sinne einer friedlichen, aber streitbaren Kunst, die aufdeckt, erinnert und aufzeigt wie wir mit gesellschaftlich relevanten Themen der Vergangenheit und Gegenwart ehrlich umgehen können.

 

 

Text und Fotos zum honorarfreien Abdruck freigegeben.

 

Kontakt:

Wolfram P. Kastner 089 - 157 32 19, w.kastner@ikufo.de

 

HP Berndl 0171 – 788 2475, berndl-art@posteo.de


Kleiner Sieg für die Kunst

München, 09.03.2017

Kunstaktion vor Gericht

Kleiner Sieg für die Kunst

 

Strafprozess gegen Wolfram P. Kastner und HP Berndl. Es geht um das Kriegerdenkmal Dachauerstr. 128, 2015 in München.

 

 

 

Foto: Wolfram P. Kastner

 
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